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DRK-Kreisverband Friedberg e.V.
Rettungsdienst
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61169 Friedberg

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Der Rettungsassistent

Der Rettungsassistent ist die höchste, nichtärztliche Rettungsdienstqualifikation. Er ist Helfer des (Not-)Arztes. Zu seinen Aufgaben gehört die Durchführung von lebensrettenden Maßnahmen bis zur Übernahme durch einen Arzt. Auch die Herstellung der Transportfähigkeit sowie die Überwachung während des Einsatzes gehören zu seinen Aufgaben.
Um die Ausbildung zum Rettungsassistenten beginnen zu können muss man das 18. Lebensjahr vollendet haben und mind. einen Hauptschulabschluss, einen vergleichbaren Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen.

Die theoretische Ausbildung in den Fachbereichen Anatomie ( Kenntnisse des Körperaufbaus ), Physiologie ( biochemische Vorgänge ), Krankheitslehre, Recht, Organisation und Einsatztaktik, Medikamentenkunde u.v.m. dauert 1200 Stunden. In Vollzeitform sind dies zwölf Monate.
Zudem muss ein 14-wöchiges Praktikum ( 420 Std ) in einem/mehreren Krankenhäusern absolviert werden.

Hier findet man die genauen Ausbildungsinhalte:
http://www.gesetze-im-internet.de/rettassaprv/anlage_1_22.html

Die theoretische Ausbildung endet mit einem Staatsexamen. Dieses besteht aus einer mündlichen, schriftlichen und praktischen Prüfung.

Im Anschluss an die theoretische Ausbildung folgt die praktische Ausbildung von 1600 Stunden auf einer Lehrrettungswache, geleitet von einem Lehrrettungsassistenten. Die Auszubildenden werden dabei auf Rettungs- und Notarztwagen eingesetzt.
Die genauen Vorraussetzungen und Bedingungen an die praktische Ausbildung richtet sich nach dem zuständigen Regierungspräsidium.

Sind die 1600 Stunden ( bei denen mind. 400 Notfalleinsätze absolviert werden mussten ) absolviert und 20 Notfalleinätze als Einsatzbericht dokumentiert, wird der Auszubildende zu einem Gespäch mit einem vom RP benannten Arzt zum "Abschlussgespräch" geladen. In diesem Gespräch wird nochmals die Ausbildung, die Einsatzberichte und eventuelle Probleme besprochen.
Wird dieses Gespräch ohne Besonderheiten beendet, werden die Papiere an das RP gesendet.
Der Auszubildende bekommt die Urkunde zur "Erlaubnis der Führung des Titels Rettungsassistent".

Der Rettungsassistent darf in der sogenannten Notkompetenz* folgende, ärztliche Maßnahmen durchführen:

- Anlage eines periphervenösen Zugangs ( Infusionsnadel )
- Anlage von kristallioiden Infusionen ( NaCl, Ringer, ... )
- Gabe von ausgewählten ( diese nennt der zuständige Ärztliche Leiter Rettungsdienst ) Medikamenten
- halbautomatische Frühdefibrillation
- Intubation ( Beatmung über einen Schlauch in der Luftröhre ) ohne Gabe von muskellähmenden Medikamenten

*Zur Zeit gibt es eine lebendige Diskussion zum Thema Regelkompetenz. Die oben genannten Maßnahmen dürfen in "Notkompetenz" durchgeführt werden. Das heißt nur dann, wenn alle Basismaßnahmen ohne Erfolg bleiben, wenn das Leben des Patienten nichts anders gerettet werden kann und wenn der Patient einem Arzt auf schnellstem Wege zugeführt wird. Dies ist eine Empfehlung der Bundesärztekammer ohne rechtliche Sicherheit.
Eine sogenannte "Regelkompetenz" soll durch verstärkte Ausbildung in dieser Richtung eingeführt werden. In diesem Fall dürfen Rettungsassistenten all diese Maßnahmen durchführen. Rettungsassistenten müssen in dem Fall eine jährliche Zusatzprufung absolvieren die vom "Ärztlichen Leiter Rettungsdienst" ( ÄLRD ) abgenommen wird.

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